“Dorf in der Stadt“- Projekt

 DAS MANIFEST

Mit dem Aufkommen und der Entwicklung des “neuen Normal” im Zuge der Pandemie ist die Nützlichkeit und Belastbarkeit lokaler Verbindungen immer deutlicher geworden.  Als Ebenen des Lokalen können ein Haus, eine Straße, ein Dorf; ein Orts-/ Stadtteil, ein Bezirk oder eine Stadt gesehen werden. Das Potenzial für Verbundenheit auf der Ebene des „Dorfes“ (i.S. dörflicher Strukturen) ist – selbst in viel größeren Siedlungen wie Städten – offensichtlich. Der Architekt Richard Rogers (2017) hat allein in London über 620 Hauptstraßen („High Streets“) identifiziert, von denen jede den Mittelpunkt eines eigenen Dorfes bildet.

Aktivitäten auf Dorfebene können:

– kurzfristig und langfristig unser aller Leben verbessern. Sowohl der Aufbau einer aktiven Gemeinschaft als auch die Zugehörigkeit zu einer solchen sind positive Erfahrungen.

eine integrative, generations- und demografieübergreifende Gemeinschaft aufbauen, um unser Bewusstsein dafür zu erweitern, wie die Welt für die Menschen um uns herum ist.

– mit Menschen direkt vor der Haustür Resilienz und gegenseitige Unterstützung aufbauen, um die positiven Entwicklungen, die während der COVID-Pandemie zu beobachten waren, fortzusetzen und zu erweitern.

Unternehmen, Selbsthilfegruppen, Familien, Kirchengemeinden, säkulare Gruppen und alle anderen durch eine gemeinschaftliche Identität und lokale Teilhabe miteinander verbinden.

als notwendiges Gegengewicht zu den neuesten Entwicklungen der Online-Kommunikation fungieren. Der Zugang zu globaler Kommunikation schafft einen Raum für mikro-lokale, persönliche Interaktion.

den Bürger:innen helfen, sich stärker, zielgerichteter und sinnstiftender zu vernetzen, als dies in den letzten Jahren der Fall war.

Dieses Manifest stellt das Dorf-in-der-Stadt-Konzept als eine Möglichkeit dar, bewusst darauf aufzubauen. Und zwar auf eine Weise, die das Beste des Mikro-Lokalen verstärkt. Dörfer (in diesem Sinne) haben:

– Einen Namen – meistens ist dieser bereits vorhanden

o Wiedererkennbar, unverwechselbar, weithin bekannt und genutzt

– Inklusivität

o Jede:r, der dort lebt, ist ein “Mitglied“, gehört dazu

o Es werden vielfältige Bedürfnisse, Interessen und Hoffnungen angesprochen

o “verborgene Schätze” – Fähigkeiten, Ressourcen, der Wunsch nach Teilhabe werden erschlossen

– Begegnungsstätten (für alle zugänglich und zu Fuß erreichbar)

o Drinnen – Säle, Kneipenräume, Nachbarschaftszentren, ö.ä.

o Draußen – öffentliche Plätze, Grünflächen, Parks, Spiel- und Sportplätze

o Orte für zufällige Begegnungen wie auch geplante Veranstaltungen

– Kommunikationsstrukturen innerhalb des Dorfes

o Zeitungen, Newsletter, Nachbarschaftsportale, Email-Verteiler, Facebook-Gruppen, Whatsapp-Gruppen, für alle zugänglich

o Nachrichten und Updates, die an alle gehen

o Förderung der Zwei-Wege-Kommunikation (nicht nur ‘wir’ an ‘sie’ oder ‘Zentrum’ an ‘Rand’)

o Eine Möglichkeit, Neuankömmlinge zu erreichen und sie einzubinden

– Gastgeber

o Menschen, die als Teil ihrer Rolle die Verbindung fördern (das waren früher z.B. der Kneipenwirt und der Pfarrer, aber das kann heute ein viel breiteres Konzept sein)

o Diese Rolle sollte geteilt werden – mehrere Gastgeber:innen sorgen für eine breitere Beteiligung und weniger starke Beanspruchung Einzelner

o Es kann sowohl eine informelle Rolle sein (Leute, die es einfach machen) als auch eine offizielle

o Nicht nur “Organisatoren”, sondern auch Co-Teilnehmer:innen, die zusammen mit allen anderen mitmachen

– Inklusive Versammlungen

o Meilensteine im Jahr, um Menschen zusammenzubringen – Sommergartenfest, Straßenfest, Stadtteilfest, Weihnachtsmarkt, Musikwochenende, o.ä.

o Regelmäßige inklusive Gelegenheiten, um sich zu treffen, Gemeinschaft zu bilden und zu reflektieren – vielleicht unter Einbeziehung von Stadtteilzentren, Kirchengemeinden, Tee-/Kaffee-Runden, Drop-ins

o Offene Gemeinschaftsveranstaltungen wie Heimarbeitertreffen, Buchclub, Filmclub, Spielstraßen, Quiz etc.

o Je spezifischer und ortsbezogener, desto besser

– Und… eine ‘Identität’

o Was macht diesen Ort zu einem besonderen Ort?

 

 

Village In The City is a post-COVID initiative to help you build micro-local communications and communities where YOU live.

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